Category: Designer
HANNOVER  
 Juli 20th, 2017

Fashionweek Berlin – Mode zwischen Palmen, Food-Trucks und Goldenen Schwänen

 

By Lady Karla Rabe

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Anfang Juli war ich auf der Berlin Fashion Week in Berlin und besuchte verschiedene Messen wie die Premium, Fashion Tech, Show&Order, Seek und Bright Tradeshow. Das erste Mal war ich letztes Jahr dort und überwältigt von den verschiedenen Eindrücken, so dass ich dieses Jahr mit einem gezielteren Blick durch die Messen gehen und mir einen differenzierteren Einblick in die aktuelle Mode-Branche und ihre Trends verschaffen konnte. Im Ausstellungsdesign und Interior Bereich lautete das Motto auf jeder Messe gleich : „Tropical Vibes meets Industrial Look“.

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Büsten wurden in Blumenbeete arrangiert, tropische Blumenranken hingen an Wänden herunter, Palmen wurden aufgestellt und Palmblatt-Tapeten angebracht. Auf der Seek gab es als Highlight ein Gewächshaus, das den Eingangsbereich schmückte. In Kombination mit dem puristischen Industrie Look entstand eine ganz eigene Atmosphäre, in der die Labels ihre Kollektionen effektvoll in Szene setzen konnten.

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Natürlich versuchten viele Veranstalter und Labels mit außergewöhnlichen Marketing-Aktionen ihre Kunden zu locken: Es gab Goody Bags und Kleinigkeiten zu Naschen. Unterschiedliche Foodtrucks boten kulinarisches Essen und Selfmade-Eis an. Die Besucher wurden also auch mit individuellem Food – ein weiteres trendiges Thema – umworben.

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Auf der Premium Tradeshow dominierten vor allem casual und elegante Styles die Looks. Dort stellten auch im Maintream bekannte Labels wie Joop, Scotch & Soda oder Birkenstock aus. Trendmäßig fiel mir hier auf, dass es viele Kleider mit floralen Prints, Rüschen und Volants gab.

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Hingucker der Premium war die im Kühlhaus stattfindende FashionTech, auf der innovative Kleidung präsentiert wurde. Jungdesigner zeigten experimentelle Entwürfe zu Themen wie Future Fashion und Virtual Reality. Das Meiste, was hier gezeigt wurde, war mir bereits durch verschiedene Projekte in der Fahmoda schon bekannt, so dass das Gezeigte nicht komplett abgespaced für mich wirkte.

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Neben Kleidung wurden auf den Messen auch Kosmetik, Schmuck und Schuhe präsentiert. Mit dem Shuttle konnte man zwischen den Messen hin und her befördert werden.
Auf der Show&Order gab es auch eine Hommage an Gianni Versace.

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In Erinnerung an seinen 20. Todestag wurden ausgewählte Outfits aus der Sammlung von Alexandre Stefani präsentiert. Die auf einem Podest päsentierten originale Kleidungsstücke konnte man aus nächster Nähe begutachten. Ansonsten war die im Kraftwerk Berlin stattfindende Messe von feminin angehaucht wirkenden Looks mit einer Note Glamour geprägt. Ebenfalls befand sich dort auch die Cookies, die Messe, die speziell auf Kinderkleidung und Accessories ausgerichtet war.

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Im Gegensatz dazu standen die Seek und die Bright Tadeshow. Live DJ’s in verschiedenen Areas legten auf diesen Urban und Streetstyle-Messen auf. Kontinuierlich wurde man von Beats begleitet. Diese Soundinszenierung trug sehr zur lockeren Atmosphäre bei, denn im Kontrast zu der eher schick und brav wirkenden Premium, winkten Seek & die Bright mit coolen Looks vom Feinsten.

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Die dort ausstellenden Labels deckten den Bereich Sportswear Skater/Surfer ab und hatten dabei so viel Charme ausgepackt, dass man direkt in Bann gerissen wurde.

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Barbiere, Sneaker Reinigungen und Streetart gaben dem Besucher das Gefühl zu Besuch in einer trendigen Stadt zu sein, in der sich alles um Lifestyle und Mode dreht. Die Location war direkt an der Spree und lud mit Freibier und Liegestühlen auf dem Steg zum Entspannen und Quatschen ein. Neben Gin Tonic, Rooftop Barbecues und Green Smoothies konnte man auf goldenen Gummischwänen das fabelhafte Wetter genießen.Abschließend lässt sich sagen, dass die Berlin Fashion Week jedes Jahr ein Abenteuer ist. Die Aussteller arbeiten hart, um ihre Kollektionen möglichst individuell zu präsentieren und als “Event” an den Mann zu bringen, verlieren dabei aber nicht ihre Leidenschaft für die Mode.

HANNOVER  
 Mai 19th, 2017

20. Mai – “Pimp Your Jeans” Workshop

 

Am Samstag, den 20. Mai, findet in Hannover der große Fashion Day statt. Wir setzen dann unser Spotlight auf ein Material, das mit Fug und Recht als Klassiker der Mode bezeichnet werden kann: Jeans. Während unseres Tags der offenen Tür hast du die Gelegenheit im Rahmen eines Workshops die gestalterischen Möglichkeiten dieses Stoffes auszureizen. Du musst dich dafür nicht extra anmelden, komm einfach vorbei. Wir freuen uns auf dich!

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Deiner Kreativität sind beim Workshop keine Grenzen gesetzt. Unter professioneller Anleitung lernst du, aus alten Jeans das Beste rauszuholen. Das Auseinandernehmen und Recyceln von Denimstoffen ist gerade nicht nur ein nachhaltiger Eco-Fashion-Trend. Sei es bei coolen Highfashionbrands wie Vetements oder bei Fast-Fashion-Labels: die Blue-Jeans ist zurück. Sie kommt mal dunkel mal hell, mal mehr mal weniger zerrockt oder gepatched als „destroyed“, „ripped“ oder „distressed“ daher. In unserem Workshop kannst du diesen aktuellen Trend in deine individuelle Designsprache umsetzen. Entwirf dein eigenes Denim-Must-Have! Auch unsere Studenten haben schon oft mit Jeansstoffen experimentiert. Hier ein paar Beispiele:

Auf der letzten Hannover Fashion Show präsentierte Corlien Renne dieses avantgardistische Denim-Outfit:

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Schon einige Jahre zuvor überzeugte Svenja Wildführ beim Audi Fashion Award in Hamburg mit einer 70er Jahre Denim-Collage.

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HANNOVER  
 Mai 12th, 2017

FAHMODA Spring Trends #2

 

Weiter gehts heute mit unserem FAHMODA Trendforecast. Hier stellen wir Euch eine bunte Reihe weiterer Style-Themen vor, die unsere JungdesignerInnen auf der letzten Hannover Fashionshow präsentiert haben.

Während auf der einen Seite einige Kollektionen von schweren, strukturierten Materialien geprägt waren, gab es auf der anderen Seite auch leichtere, seidend glänzende Stoffe zu sehen.

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Gleichzeitig wurde auch oft Strick präsentiert  …

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Viele Outfits zeichneten sich zudem durch hochwertige individuelle Schmucktechniken und Stickereien aus. Insgesamt wurde das Handwerk groß geschrieben.

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Stickerei 2Stickerei3Stickerei 4

Vielfach hieß die Devise auch “Mix and Match”. So spielten die DesignerInnen mit Materialkontrasten und Collagen-Effekten.

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Auf der schnitttechnischen Ebene wurden gern auch Dekonstruktionen und Asymmetrien gezeigt.

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In diesem Zusammenhang zerlegten einige auch den klassichen Herrenanzug sowie Nadelstreifenstoffe und weiße Hemden: ganz nach dem Motto “deconstructed masculinity”

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Aber auch einige Weiblichkeitsklischees wurden zitiert, wie etwa “Pretty in Pink”…

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Und es gab häufiger das alte Punk- und Riot Grrrls-Spiel mit Wäsche, BHs und Korsagen auf dem Laufsteg zu sehen.

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Apropos Lingerie: mit entspannten Pyjama-Looks gaben unsere DesignerInnen dem aktuellen “Wellness”- und “Comfort”-Trend einen lässigen Ausdruck…

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Nicht zuletzt drückten sie die momentane Sehnsucht nach einem nachhaltigen Leben, nach mehr Natürlichkeit und Slow-Fashion sowie den omnipräsente Vegan-Trend in Holz- und Pflanzenoptiken sowie natürlich wirkenden Leinen und Hanfstoffen aus.

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