Morgen solltet Ihr Euch zu Hause auf dem Sofa einigeln und 3sat einschalten. Denn dort läuft sage und schreibe von 6 Uhr morgens angefangen bis weit nach Mitternacht ein Modefilm nach dem anderen. Wir freuen uns auf Dokus über Kate Moss, Sonia Rykiel über Peter Lindbergh und und und. Das ganze Programm findet Ihr hier.

Am Freitag (den 3.2.) spielt das Berliner Schwestern-Duo Jolly Goods in der Glocksee. Melancholische Musik zum Abtauchen in gezähmter Tradition der Riot Girls.
by Patric van Thiel-Rexhausen

Kaum lässt einen der Nachholschlaf los – verspürt man pure Erleichterung; keine weiteren Termine mehr. Die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2012 ist vorbei. Mehrere Tage haben wir in der Stadt der “Hipster”, der Lässigkeit und der allgegenwärtigen Blogger-Spiegelreflex-Kameras verbracht, sind von A nach B gerannt und haben uns möglichst wenig entgehen lassen. Allerdings zeigt sich im Netz schon das Ergebnis dieses schönen Trubels: so manch eine Bloggerkollegin liegt jetzt mit Erkältung flach. Gute Besserung an alle ….
Zurück zur Fashionweek: Wir haben zahlreiche Partyerinnerungen und Streetstyleimpressionen mitgenommen, neue Labels auf den Messen wie Premium, Bright oder im GREENshowroom entdeckt, nette Leute kennengelernt und Modenschauen besucht. Rund um den Fashiontrubel gab es natürlich auch so genannte Skandälchen und Fragen, über die man sich unterwegs unterhielt. Beispiel: Wie konnte es dazu kommen, dass Michalsky die Macher des zurzeit erfolgreichsten deutschen Männermode-Blogs von seiner Zirkuszelt-Show ausgeladen hatte? Oder: Kann man mit einem Fashion Porn tatsächlich den Spagat zwischen kurzlebiger Provokation und ernsthaftem Marketing schaffen? Ihr habt sicherlich alle von dieser Aktion gehört, über die im ARD Nachtmagazin, im Spiegel oder auch in der Sueddeutschen berichtet wurde. Und: Was bewegt manche Designer dazu, einige moderesistente Promis einzuladen, die während der Show nur damit beschäftigt sind, respektlos laut zu quatschen? Ja und die deutsche Vogue und viele Berliner Designer ärgerten sich laut FAZ natürlich auch über den pessimistischen Artikel “weniger sexy war nie”, der zu Beginn der Fashionweek in der taz veröffentlich wurde. Berlin wurde dort als internationaler Modestandort in Frage gestellt. Nichts Neues eigentlich. Dabei geht es um die ewige Diskussion – Ist Berlin nun eine Modestadt wie Paris, Mailand, London und New York oder nicht? Wie dem auch sei, der Berliner Modevorhang fällt, aber diese Fragen bleiben vorerst offen…. Man kann aber davon ausgehen, dass bald die großen Labels ihren Weg nach Berlin finden. Und wenn nicht, dann bleibt Berlin immer noch ein herrlicher Raum für gut besuchte Modemessen, viel Kreativität, junges Design, Avantgarde und Kunst.
Hier meine ersten Impressionen:
















