JULIA MARS

sic mundus creatus est

War der erste Garten das Paradies? – Diese Frage bildet die Grundlage für die Unisex Prêt-à-porter Kollektion „sic mundus creatus est“. Im Mittelpunkt der Kollektion steht das ästhetische Erfahren des Gartens, ein Plan voller Geschmack und Ideen, in dem man gleichzeitig Ordnung und Ausgefallenes, Symmetrie und Abwechslung findet. Er ist eine Metapher für das Paradies, welches auch als Garten Eden bezeichnet wird, und steht somit für die Flucht aus der Realität. Die Vorstellungen vom Paradies als Garten sind sehr vielfältig und geben Einblick in die Bedürfnisse und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur, die den Garten anlegt.

Den Höhepunkt dieser Vorstellung bildet die französische Gartenkunst des Barock, die einen großen Teil der Inspiration bilden. Sie gelten als die prächtigsten Gärten der europäischen Geschichte. Der Maximalismus bildet als „Ästhetik des Überflusses“ die Grundlage der Gestaltungselemente in der Kollektion. Maximalismus bringt Persönlichkeit, ist viel, aber nie zu viel. Organische Elemente werden aufgegriffen und bilden einen Kontrast zu der strengen geometrischen Gestaltung des Barocks. Sie vermitteln das Gefühl von Garten.

In der Kollektion wird die Romantisierung des Gartens als bewusstes Gestaltungsmittel verwendet. Die Romantisierung zielt darauf ab, die konstruierten Grenzen zu überwinden und so die Versöhnung von Mensch und Natur durch das Schöpferische ich herzustellen. Ein wichtiges Designelement bilden die verschiedensten Arten von Raffungen, um so eine Unisex Tragbarkeit zu ermöglichen. Eine romantisierte Darstellung mit Raffungen und Rüschen im Zusammenspiel mit farbenfrohen, selbst entwickelten Mustern.