WOOF WOOF
HANNOVER  
 April 27th, 2016


1622254_255392564798016_7447795438760297877_n

Streicht Euch schon mal den 21. Mai in Eurem Kalender an. An diesem Tag findet das groĂźe Freaky Fashion Festival statt. Im Zentrum des Events steht Mode “born in Hannover”. Verschiedene Labels und DesignerInnen aus der Hannoveraner Fashionszene zeigen im Rahmen des Festivals ihre ganze Vielfalt, um dem Modestandort Hannover ein Gesicht zu geben. Mit dabei sind auch zahlreiche AbsolventInnen der Fahmoda, die wir Euch hier bald vorstellen werden. Nun werden fĂĽr die Fashionshows am 21. Mai noch Models gesucht. Wer sich schön und berufen fĂĽhlt, kann sich gern am 7. Mai von 14 bis 18 Uhr beim Freaky-Fashion-Festival-Casting vorstellen. Wir freuen uns auf Euch. Adresse: Atelier Balagans, Windthorststr. 3-4, 30167 Hannover. Erfahrt mehr ĂĽber das Casting auf der entsprechenden Facebook-Seite hier.

HANNOVER  
 März 30th, 2016


Modedesign Studium

Unser nächster Tag der offenen Tür findet am Samstag – den 9. April – von 11 bis 16 Uhr in unserer Modeschule, Herrenstraße 13 – statt.
Dieses Mal präsentieren wir Euch zahlreiche avantgardistische Ouftits, die unsere Studierenden des 3. Semesters auf den Fashion Finals gezeigt haben. Natürlich bekommt Ihr an diesem Tag auch wieder die Gelegenheit Euch über unser Ausbildungsangebot eingehend zu erkundigen sowie mit unseren JungdesignerInnen und DozentInnen zu sprechen. Wir freuen uns auf Euch!

Mode Studieren Fahmoda(Fotos via vierfotografen)

HANNOVER  
 März 23rd, 2016


FullSizeRender

Vor einigen Monaten haben wir Euch bereits unsere Absolventin Ann-Sophie Hofmann vorgestellt. Sie hat letztes Jahr ihren Abschluss als Maßschneiderin und Modedesignerin an der Fahmoda gemacht und arbeitet nun bei René Lezard. Heute steht uns ihre ehemalige Kommilitonin Lorena Winkler Rede und Antwort. Ähnlich wie Ann-Sophie hat sie nur wenige Wochen nach der Beendigung ihrer Ausbildung ihre berufliche Laufbahn bei einem Modelabel – s.Oliver – begonnen.

11698707_292639627526298_2395714158614648170_n11745736_292763200847274_9023675982126259770_n

Bei den Fashion Finals 2015 bekamst Du mit Deiner Abschlusskollektion nicht nur ein tolles Medienecho, sondern Du wurdest ja auch direkt nach der Show von s.Oliver angeworben …. Was glaubst Du waren die Punkte, die in Deinem Fall ausschlaggebend für Deinen erfolgreichen Start in der Modebranche waren?

Mit meiner bunten, fröhlich-folkloristischen Kollektion hinterließ ich ganz offensichtlich einen bleibenden Eindruck. Meine Arbeit fiel einfach auf. Sie waren aber nicht nur von meinen Outfits angetan, sondern mochten offenbar auch meine Attitüde. Beim Vorstellungsgespräch kommt es dann ja vor allem auf deine Persönlichkeit an. Die Personalabteilung mochte meine Motivation, mein Engagement, meine Teamfähigkeit und auch meine positive Grundeinstellung.

Modedesign Lorena

Du absolvierst jetzt bei s.Oliver ein sogenanntes Trainee-Programm. Wie muss man sich das vorstellen?

Ein Trainee-Jahr ist eine sogenannte geförderte d.h. bezahlte Ausbildung innerhalb eines Unternehmens. Sie ist sehr vielseitig. Man durchläuft verschiedene Stationen und lernt zentrale Schnittstellen des Labels kennen: Retail Buying, Design, Merchandising, Storebesuche usw.. Man arbeitet auch in einer selbst ausgewählten Filialie des Unternehmens, um die Kunden zu verstehen und ihr Verhalten zu studieren. Dazu kommen Aufenthalte in der Türkei (Istanbul) in der Produktion, und nicht zuletzt durchläuft man verschiedene Produktgruppen in der eigenen Abteilung bis man schlussendlich einer festen Abteilung zugeordet wird.

Was macht Dir momentan an Deinem Job am meisten SpaĂź?

Am meisten SpaĂź machen mir Trendrecherchen und Storechecks sowie Marktanalysen vor Ort. Die Kollektionsentwicklung im Allgemeinen ist auch sehr interessant, und ich lerne nach wie vor jeden Tag Neues dazu. Protomeetings und Zeichnungsbesprechungen sind ebenfalls sehr spannend.

Wie wichtig ist eigentlich das eigene Styling der MitarbeiterInnen in der Modebranche? Gibt es bei s.Oliver eine Art Dresscode?

Man sollte gepflegt aussehen. Ansonsten steht es einem frei sich zu kleiden wie man will. Im Casino (unsere Kantine) geht es ganz schön bunt und sehr modemutig zu, total up to date. Anfangs war ich vom vielfältigen, modischen Auftreten meiner Kollegen überrascht.

Hat sich Dein persönlicher Look während Deiner Anstellung im Unternehmen verändert?

Mein Styling hat sich nicht verändert. Ich verzichte nur hier und da auf ein paar durchlöcherte und zerfetzte Teile…

Sicher hat sich seit Abschluss Deines Studiums und mit Beginn Deiner beruflichen Laufbahn Dein Blick auf die Modeindustrie gewandelt. Welche Bereiche beurteilst Du heute anders als während Deiner Studienzeit?

Während des Studiums lernt man ja erst mal kreativ zu sein, seine eigene Handschrift zu entwickeln, konzeptuell zu denken und auch seine Ideen und seinen Geschmack auszudrücken. In der Industrie geht es aber nicht so sehr um Deinen persönlichen Geschmack. Der Kunde steht ganz klar im Fokus. Der Kunde ist König. Wir sind Dienstleister, so einfach ist das. Außerdem wird Belastbarkeit in der Industrie ganz groß geschrieben: egal ob im High-Luxury-Bereich oder auf der Fläche. In der Modebranche sind die Arbeitszeiten sehr hoch. Toll finde ich, dass man sich international bewegen, Leute kennen lernen und Kontakte zu verschiedensten Vertretern in unterschiedlichen Ländern pflegen kann.

Welche Erfahrungen in der Modebranche hast Du bereits vor und während Deines Studiums gesammelt?

Ein bisschen was von allem war dabei. Angefangen habe ich mit einem halbjährigen Praktikum bei Tillydelux, einem kleinen Heidelberger Mode-Label. Dann absolvierte ich – als ich als Aupair ein Jahr lang in London tätig war – ein 6-monatiges Praktikum bei Noel Stuart, einem britischen Hutdesigner. Während des kompletten Modedesign-Studiums jobbte ich außerdem im Einzelhandel bei Backyard. Alle diese Erfahrungen waren sehr hilfreich für mich.

Was hat Dir an der Ausbildung an der Fahmoda am meisten gefallen?
Am meisten gefallen hat mir die Motivation und das Engagement der Dozenten.

Und welche Aspekte Deines Studiums kannst Du heute im Job besonders fruchtbar machen?

Täglich kann ich mein textiles Wissen, meine Kompetenz bei Trendanalysen, meine Kenntnisse über Modeepochen und Stile, mein Verständnis für Schnitte, Technische Zeichnungen und Designs zum Einsatz bringen. Dank der Ausbildung bringe ich alles mit, was gefordert wird.

Wayom

Du warst ja auch bei den diesjährigen Fashion Finals als Besucherin dabei. Wie beurteilst Du die Show im Rückblick?

Die Show war unglaublich. Ich war sehr gerĂĽhrt und musste sogar ein, zwei Tränen vergieĂźen. Tolle Leistungen, Top Location, Neue Sponsoren, Laufsteg, Moderator, Preise … alles war super!

Was muss man heute als gute Designerin mitbringen?

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man selbstständig arbeiten kann und seine Ziele nicht aus dem Kopf verliert. Kontakte pflegen und präsent zu sein ist ebenfalls unerlässlich. Man sollte unbedingt in verschiedenen Bereichen der Modebranche Erfahrungen sammeln, um sich ein umfassendes Bild machen zu können.

Modedesign 2 Lorena

Wie sehen Deine persönlichen Ziele für die nächste Zeit aus?

Ich werde weiterhin Erfahrungen in der Industrie sammeln um noch tiefer in die Materie eintauchen. Allerdings ist das auf Dauer nicht mein Traumjob. FĂĽr die Zukunft hoffe ich, dass es mit meinem eigenen Label “WAYĂ“M” weiter geht. Ich wurde auch schon zur Vancouver Fashion Week eingeladen, auf der ja auch gerade Danny Reinke präsentiert hat. Dieses Jahr konnte ich aber leider aus persönlichen GrĂĽnden nicht teilnehmen.

Und zum Schluss: welche Tipps wĂĽrdest Du den Fahmoda-Studierenden mit auf den Weg geben?

Überlegt Euch gut, was Ihr machen wollt, und wenn Ihr es nicht wisst, umso besser: einfach drauf los mit den Praktika! Stürzt euch ins Modeleben rein, aber seid gut informiert. Recherchiert vorher, hört Euch um, seid neugierig. Gebt euch Mühe mit Euren Bewerbungen und akzeptiert positive und auch negative Kritiken. Sie bringen Euch weiter. Lernt verschiedene Städte kennen, knüpft Kontakte, seid kreativ und vor allem BLEIBT kreativ! Ihr werdet Euren Weg gehen. Nur von einer Sache würde ich dringend abraten: Bleibt nach der Schule oder Ausbildung nicht bei Euren Eltern wohnen, nur weil Ihr denkt, dass Ihr da günstiger leben könnt. Man wird bequem und  faul, und man verliert schneller seine Ziele aus den Augen.

(Fotos by Blue Studios)