WOOF WOOF
HANNOVER  
 Januar 11th, 2016


Modeschule

Wer sich schon vor unserer gro√üen Fashionshow ‚Äď den Fashion Finals am 27.2. im Sprengel Museum Hannover ‚Äď einen Eindruck von unserer Modeschule machen m√∂chte, ist herzlich zu unserem Tag der offenen T√ľr am 30.1. zwischen 11 und 16 Uhr eingeladen: Herrenstra√üe 13, 30159 Hannover.

Fahmoda 2Fahmoda 1

Dann habt Ihr die Gelegenheit, unsere Akademie und Dozenten sowie unsere unterschiedlichen Fachbereiche n√§her kennenzulernen. Gern informieren wir Euch auch √ľber unsere Partneruniversit√§ten im Ausland und unsere Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen. Zugleich k√∂nnt Ihr Euch auch die Kreationen und Kollektionsmappen unserer Studenten ansehen und Euch √ľber die Karrierewege unserer Absolventen informieren. Wir freuen uns auf Euch!

HANNOVER  
 Dezember 28th, 2015


Pantone

Es ist schon Tradition, dass wir Euch Ende Dezember die Pantone-Farbe des nächsten Jahres präsentieren. Dieses Mal geht es nicht nur um einen Farbton, sondern vielmehr um eine changierende Farbwelt zwischen Babyblau & Rosa, in der wir während der kommenden Monate schwelgen sollen. Um genauer zu sein steht das Jahr 2016 ganz unter dem Zeichen von Serenity und Rose Quartz …. wenn wir den Pantone-Trendforschern glauben wollen.

Modedesignb(Outfits von Julia Kl√ľners Abschlusskollektion 2014)

Dabei haben wir uns eigentlich schon ganz gut an diesen T√∂nen sattgesehen. Denn in den letzten Jahren schien vor allem die virtuelle Modewelt fast ausschlie√ülich von Candy- und Bonbont√∂nen gepr√§gt zu sein. Diverse Pinterest-und Instagram-Accounts erreichten vor allem mit Bildern von Smoothies, Eiscremes, Taschen, Sneakern, Blumen und W√∂lkchen in Pastellfarben tausende Follower. Da wurden nonstop rosa Interieurs von HAY, Vitra u.a. gepostet,¬†und zahlreiche Blogger warfen sich bevorzugt ¬†in Puderfarb-Looks von Stine Goya, COS oder Acne in Pose. Nun soll es damit also weitergehen, obwohl sich viele Designer und Modeinteressierte dank des letzten Gucci-Hypes an eine kr√§ftigere Farbwelt heranwagen. Ihnen ist es sowieso egal, wie das aktuelle Farbdiktat des Jahres hei√üt. Denn das, was z√§hlt, ist das Morgen. Da die Mode aber vielf√§ltig und paradox ist, gibt’s neben Knallrot, Orange, Glitzer, Pink, Gr√ľn und Gelb¬†auch weiterhin Platz f√ľr eine erneute Runde Serenity und Rose Quartz.

Modedesign a(Fashion Finals 2015)

HANNOVER  
 Dezember 14th, 2015


Ab heute stellen wir Euch einige Monate nach den Fashion Finals 2015 wieder ehemalige Fahmoda-Studenten vor. Wir starten mit unserer Absolventin Ann Sophie Hofmann, die aktuell als Designerin bei René Lezard arbeitet.

Modedesign Student

2014 hast Du beim Audi Fashion-Award f√ľr Deine Kollektion ‚ÄúHeads in the Clouds‚ÄĚ den ersten Preis gewonnen. Wie ging es dann weiter?

Der Audi Fashion Award war eine tolle Erfahrung f√ľr mich. Im R√ľckblick kann ich sagen, dass sowohl das praktische Arbeiten an meiner Kollektion und das Anwenden meiner an der Fahmoda erlernten F√§higkeiten als auch die direkte Konfrontation mit anderen Wettbewerbsteilnehmern eine gute Vorbereitung f√ľr das Berufsleben war. F√ľr mich war es ein gutes Gef√ľhl zu erfahren, dass man sich mit seinen Ideen und seinem K√∂nnen auch √ľber Hannovers Grenzen hinaus behaupten kann. Au√üerdem konnte ich neue Kontakte kn√ľpfen, interessante Leute kennenlernen und spannende Shootings mit tollen Fotografen realisieren.

Gewinner_Sophisticated_Elegance_Ann-Sophie_Amanda_Hofmann_2_01-455x682

Dann folgte ja Anfang 2015 Dein Abschluss an der Fahmoda. Welches Feedback hast Du f√ľr Deine Abschlusskollektion bekommen?

Ich habe durchweg positives Feedback erhalten. Wobei ich aber auch erw√§hnen muss, dass ich die Kollektion nicht gro√ü vermarktet habe. Denn nach den Fashion Finals bin ich direkt nach Indien geflogen, um den Kopf frei zu bekommen. Als ich wieder in Deutschland war, habe ich gleich 2 Tage sp√§ter mein Praktikum bei Ren√© Lezard angefangen. Ich konnte jedoch einige spannende Fotoshootings und einen Workshop in Berlin mit meinen Outfits durchf√ľhren.

Fashiondesign Fahmoda(Foto by Marian Lenhard)

Schon w√§hrend Deiner Ausbildung an der Fahmoda hast Du praktische Erfahrungen bei dem Label Closed in Hamburg und bei einem K√ľrschner gesammelt. Inwieweit n√ľtzen Dir heute diese Erfahrungen im Berufsleben?

Grunds√§tzlich muss ich sagen: Praktika w√§hrend des Studiums sind ein absolutes Muss. Jeder ‚Äď wirklich jeder ‚Äď sollte w√§hrend der Ausbildung herausfinden, wie der Alltag des Berufs, den man f√ľr sich in Erw√§gung zieht, aussieht. Au√üerdem kann man nur so erfahren, ob man teamf√§hig ist und welche F√§higkeiten von einem erwartet werden.

Und wie sah es konkret bei Closed aus?

Ich habe bei Closed viel gelernt. Dort war ich zwischen dem 4. und 5. Semester meiner Ausbildung und hatte daher schon ein gewisses Basiswissen, das ich in dem Unternehmen praktisch anwenden konnte. Au√üerdem hatte ich bei Closed die M√∂glichkeit verschiedene Abteilungen kennenzulernen wie Grafik, Technik, Marketing, E-Commerce und Design. Alle diese Erfahrungen halfen mir sp√§ter bei meinem Start bei Ren√© Lezard, da mir fast alle Arbeitsabl√§ufe der Kollektionsentwicklung vertraut waren und ich dadurch schnell selbstst√§ndig Aufgaben √ľbernehmen konnte.

W√§hrend Deiner Studienzeit an der Fahmoda hat Dich ja¬† auch Deine Arbeit bei einem K√ľrschner sehr fasziniert …

Ja bei einem K√ľrschner habe ich w√§hrend des Studiums auch ein Praktikum gemacht, da ich immer schon ein Faible f√ľr Pelz und Leder hatte. Nach meinem Praktikum durfte ich in dem Betrieb bleiben und das Handwerk des K√ľrschners von Grund auf lernen. Das war eine tolle Erfahrung. Denn dabei sammelte ich Expertenwissen, das mir heute im Job hilft, Lederqualit√§ten einzusch√§tzen und die Qualit√§t von Verarbeitungstechniken bewerten zu k√∂nnen.

Kenpokan_Videoshoot 4

Wie sieht Dein momentaner Tätigkeitsbereich bei René Lezard aus?

Bei Ren√© Lezard habe ich ja erst als Praktikantin in der DOB begonnen. Mein Tag war von Technischen Zeichnungen, Fittings, Meetings mit Lieferanten und Zuarbeitungs-T√§tigkeiten f√ľr die Chefdesignerin bestimmt. Nach wenigen Monaten wurde ich dann in dem Unternehmen fest angestellt. Jetzt als Designerin in der HAKA arbeite ich quasi 1 zu 1 mit dem Chefdesigner zusammen, bekomme eigenst√§ndige Aufgabenbereiche und die M√∂glichkeit volle Verantwortung zu √ľbernehmen.

Wie m√ľssen wir uns einen normalen Arbeitstag von Dir vorstellen?

Mein “normaler‚Äú Arbeitstag beginnt um 9 und endet um ca. 18 Uhr. Oft h√§ngen die Arbeitszeiten aber auch vom Stand der Kollektion ab. Stressig und dementsprechend auch mit √úberstunden verbunden ist immer die Zeit der Kollektionsentwicklung, in der die Protos angeschoben werden, Sheets (inkl. Technischer Zeichnungen und Ma√ütabellen etc.) an Lieferanten rausgeschickt werden uswusf..

Was macht Dir an Deinem Job besonders viel Spaß?
Das Arbeiten im Team ‚Äď d.h. das Kennenlernen neuer Menschen, sei es bei Gespr√§chen mit neuen Lieferanten, bei Shootings oder auf Messen.

hairrock(Foto by Pierre Heinemann)

Das Unternehmen Ren√© Lezard befindet sich in S√ľddeutschland in Schwarzach. Wie lebt es sich dort?

Schwarzach ist ein Dorf bei W√ľrzburg, ich mag W√ľrzburg. Es ist eine sch√∂ne Stadt und ich f√ľhle mich dort wohl. Allerdings bin ich an Wochenenden eher selten dort, denn ich besuche meistens meinen Freund, meine Familie oder Freunde.

Worauf m√ľssen sich Deiner Meinung nach junge Berufsanf√§ngerInnen beim Einstieg in die Modebranche einstellen?

Man muss ganz klar unterscheiden zwischen der Selbstst√§ndigkeit und dem Einstieg in ein Unterehmen. Ich kann nur letzteres bewerten… Insgesamt ist aber das Zwischenmenschliche in der Modebranche sehr, sehr wichtig. Wenn du kommunizieren kannst, dich mit deinem Team gut verstehst und hilfsbereit bist, dann hast du schon viel gewonnen. Am Anfang darf man sich nicht entmutigen lassen, auch wenn man anfangs √∂fter die nicht so attraktiven Aufgaben wie Kopieren oder Boteng√§nge “aufgebrummt” bekommt. Allerdings sollte man auch deutlich zeigen, dass man mehr kann und an verantwortungsvollen Aufgaben interessiert ist. Die Devise lautet: Initiative zeigen, seine Ziele deutlich machen und sie dann verwirklichen.

Welche Eigenschaften brauchen die AnfängerInnen Deiner Ansicht nach, um erfolgreich als ModedesignerInnen zu arbeiten?

Eigenschaften wie Kreativität, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Eigeninitiative, und Zielstrebigkeit sind unabdingbar.

Wie bewertest Du im R√ľckblick Deine Ausbildung an der Fahmoda?

Die Fahmoda schafft den gro√üen Sprung zwischen dem Erlernen des Schneiderhandwerks und dem Wissen √ľber die Modeindustrie. Und das innerhalb von nur 3 ¬Ĺ Jahren. F√ľr mich war die Ausbildung das Richtige, da ich nicht bereit war, vor einem Studium erst noch eine Schneiderlehre zu machen. Gut finde ich auch, dass Studenten ermutigt werden sowohl an nationalen als auch internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

Was w√ľrdest Du heute j√ľngeren Modedesignstudenten empfehlen?
Praktika zu machen und Kontakte zu kn√ľpfen.

Und wo siehst Du Dich in der Zukunft?

Ich werde als Designerin in verschiedenen Modeunternehmen weitere Erfahrungen sammeln. Auf jeden Fall bin ich gespannt, was mich noch erwartet, und ich bin froh diesen ersten Weg in Richtung Mode zusammen mit der Fahmoda gegangen zu sein.