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HANNOVER  
 Mai 6th, 2015


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Mit ihrer Abschlusskollektionen „Face to face“ prĂ€sentiert unsere Absolventin Lorena Winkler eine farbenfrohe Kollektion, die durch den Mix von verschiedenen kulturellen EinflĂŒssen besticht. Das Besondere sind vor allem die individuellen afrikanischen Stoffe und die handwerklichen, folkloristischen Details wie Perlenstickereien. (Artikel aus der Neuen Presse:)

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Konzeptuell geht es Winkler um die Idee des Esperanto: „Das Zusammentreffen verschiedener Kulturen und der Versuch sich zu verstehen, zu kommunizieren und sich auf Augenhöhe zu begegnen erscheinen mir heute als Message wichtiger denn je. Die Sprache Esperanto gehört keinem Land, keinem Volk, keinem Kontinent. Als “Hilfssprache” bedeutet sie einen Schritt aufeinander zuzugehen. Jeder Sprecher verlĂ€sst seine eigene muttersprachliche Komfortzone und sucht den Kontakt mit den anderen „Face to face““, sagt die Jungdesignerin.

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Daher versteht sie ihre Kollektion auch als eine Art „Melting Pot“: hier verschmelzen Unterschiede zu einem neuen Gesamtkunstwerk zusammen, folkloristische Akzente und Trachten aus Japan, Afrika und Europa treffen auf geradlinige, großzĂŒgige Schnitte und einfache LinienfĂŒhrungen.

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Vor allem begeistert sich Winkler fĂŒr unterschiedliche textile Strukturen und OberflĂ€chenbearbeitungen, die sie selbst per Hand herstellt und damit den Outfits das gewisse Etwas gibt.

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„Die Kollektion ist fĂŒr alle Altersgruppen tragbar. Nicht zuletzt ist meine Muse auch die 94 jĂ€hrige New Yorker Stilikone Iris Apfel. Sie inspiriert mich durch Ihre Lebensart und zu dem Einsatz von mehr Farbe.

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Daher tragen meine Modelle auch die typisch runden “Eulen-Brillen“, die Apfels Erkennungsmerkmal sind“, erklĂ€rt Winkler. Hier gehts zu ihrer Facebookseite.

LorenamagBildschirmfoto 2015-05-06 um 11.06.49Mehr Editorial Fotos von Lorenas Kollektion gibts auch hier.

HANNOVER  
 April 29th, 2015


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Fatma Aslan hat sich fĂŒr ihre Abschlusskollektion mit dem Prinzip Collage beschĂ€ftigt. Dabei geht es ihr um die assoziative VerknĂŒpfung von vollkommen unterschiedlichen EinflĂŒssen aus verschiedenen Genres, KulturrĂ€umen und Jahrzehnten.

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Fatma Aslan will das inspirierende Chaos aus ihrem Kopf in eine neue Ordnung bringen: Das NebensĂ€chliche (”parergon”) steht dann neben dem HauptsĂ€chlichen (”ergon”).

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Dieses Culture-Sampling sorgt fĂŒr einen ganz eigenen Look. Als Inspirationen fungierten Sequenzen aus Filmen, tĂŒrkische Kunst, die 70er und die B-52s.

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Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften und OberflĂ€chen verschmelzen in ihrer Kollektion mit einer lockeren Formsprache im Flair der 70er. Einige Details sind von orientalischen Mustern inspiriert. Eingerahmt wird das Ganze von sportiven Details wie TunnelzĂŒgen, Mesh-Geweben oder ReißverschlĂŒssen.

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Das Farbspektrum ist u.a. von B-52 Songs/Videos inspiriert und umfasst sowohl gedeckte erdige Nuancen als auch exzentrisch banale PrimĂ€rfarben. „Insgesamt steht diese Kollektion fĂŒr das Sampling, fĂŒr die Zusammengesetztheit und BrĂŒchigkeit unserer IdentitĂ€t“, sagt Fatma Aslan ĂŒber ihre Abschlussarbeit.

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Mit dieser Kollektion formuliert die Jungdesignerin nicht nur ein ganz persönliches Statement, sondern sie beweist auch ihr hohes GespĂŒr fĂŒr die Zusammenstellung von Farben, Formen und Silhouetten zu einem modernen Stil.

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HANNOVER  
 April 22nd, 2015


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Wie versprochen stellen wir Euch hier ein paar Abschlusskollektionen vor. Heute starten wir mit unserer Absolventin Maike Modrow, die sich konzeptuell mit der schwedischen Stadt UmeĂ„ beschĂ€ftigt hat. UmeĂ„ ist die grĂ¶ĂŸte Stadt Nordschwedens und liegt kurz unter dem Polarkreis. Außerdem war sie im Jahr 2014 EuropĂ€ische Kulturhauptstadt. UmeĂ„ gilt als Ort der GegensĂ€tze.

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Moderne und Technik treffen hier auf Natur und Tradition. Typisch fĂŒr das Bild der Stadt ist die Symbiose von futuristischer Architektur und den ĂŒberall die Straßen sĂ€umenden Birken. Diese BĂ€ume haben Modorow zu ihren Stoffprints inspiriert.

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Die Schnitte der Outfits sind wiederum an den modernen GebĂ€uden der Stadt angelehnt. UmeĂ„ wird außerdem als „Tor zu Lappland“ und damit als Gebiet der Samen, der Urvölker Skandinaviens, bezeichnet. Die traditionelle Lebensweise der Samen ist vorzugsweise durch Nomadentum und hauptsĂ€chlich durch Rentierzucht gekennzeichnet.

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In Anlehnung an die traditionellen Trachten und das Kunsthandwerk der Samen hat Maike Modrow eine flĂ€chige Textur geknĂŒpft.

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So finden sich verschiedene BĂ€nder und SchnĂŒre aus dem Sport-/Outdoorbereich in den gewebten OberflĂ€chen der Outfits wieder.

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Auch hier spielt das konzeptionelle Thema des Kontrasts eine bedeutende Rolle. Er akzentuiert noch einmal den Gegensatz zwischen Moderne und Tradition/Folklore.

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