by Sam Acebey

Während die Modekarawane gerade auf der Copenhagen Fashionweek angekommen ist und Berichte von Ereignissen, die über einen Monat rum sind, in der virtuellen Welt scheinbar als “last season” erscheinen, lasse ich es mir dennoch nicht nehmen, hier noch ein paar Eindrücke von Berlin festzuhalten.
Irgendwann Anfang Juli war es soweit: wir akkreditierten uns für die Premium Berlin und los gings. Mit einer charmanten Mitfahrgelegenheit machten wir uns, natürlich bestückt mit unseren besten Kleidungsstücken, auf den Weg ins “gelobte Land”.
Einmal in Berlin angekommen fuhren wir mit der U1 in die Luckenwalder Straße. Die Bilder habe ich übrigens mit meinem Blackberry geschossen, daher die … “Qualität”…
Erste Impressionen auf der Premium: Der Sommer 2011 wird pastellig … Nude Tones soweit das Auge blicken konnte.
Persönliches Highlight: die 6000 handgefertigten FISCHLEDER PAPILLIONS an der Decke der Empfangshalle und das Label 5preview. (davon später mehr)
Zwischendurch erfreuten wir uns am herrlichen Wetter und an den paar ruhigen Minuten, in denen alle gebannt die Leinwände beim Fußball-”Public Viewing” anstarrten und mit Entsetzen feststellten, dass “Deuschland” leider wieder nach Hause fliegen musste. Außerdem peilten wir am Abend die BAR 25, das Michelberger Hotel und andere Stationen an.
Am nächsten Tag gings dann zum Labels2, wo der Ramazzotti Runway Award stattfand und wo wir unsere liebe Nicole mental unterstützen wollten. (Vielen Dank noch mal Nicole!) Dort angekommen schnupperten wir ein bisschen “VIP Luft”. Mit einem Cocktail in der Hand setzten wir uns an die Bar und genossen den Blick auf die Spree. Fünf weitere Designer neben Nicole präsentierten ihre Kollektionen. Außerdem wurde die Arbeit der Gewinnerin des letzten Awards (Jan. 2010) gezeigt. Nach einer guten Stunde Show war es dann soweit, der neue Award ging an eine Berliner Modedesignerin, deren Outits ebenfalls von Nude-Tönen und von vielen Drapageelementen charakterisiert waren. “Schon wieder Nudes”, dachte ich leicht enttäuscht. Nach einer anregenden Diskussion mit netten Leuten über die verschiedenen Qualitäten der Kollektionen, einigen Drinks und mit einem Giveaway-Tütchen im Arm gingen wir dann doch voll inspirierender Eindrücke nach Hause.
Am nächsten Tag traten wir den Heimweg gen Hannover an: wir fuhren allerdings fast 6 Stunden zurück mit einem kurzen Zwischenstopp in COTTBUS!!! ( Hallo, Freunde, wir waren fast in Polen, weil jemand das Navigationssystem nicht bedienen konnte…). Nach dieser Odyssee waren wir froh, irgendwann wieder im heimischen Hannover gelandet zu sein.
Insgesamt kann man festhalten, dass der modische Sommer in Berlin dominiert war von Nudes, Pastellen, Nudes, Vintage, Vintage, Nudes. Ich bin gespannt, was jetzt in Copenhagen gezeigt wird…















